Apple Pie

~Scroll down for english version please :)~

Apple Pie ist mein absolutes Go-To-Rezept- schnell gemacht, immer lecker und je nachdem wie viel Zeit man hat, kann man ihn schnell nur mit extra Teig abdecken (dafür heisst er bei uns ja auch gedeckter Apfelkuchen 😉 ) oder extra viel Liebe reinstecken und dünne Teigstränge flechten, kleine Blumen ausstechen und mehr oder weniger komplizierte Muster über die süss-zimtigen Äpfel legen. Apple Pie passt meiner Meinung nach in jeder Situation: die bekannte „Du bist Konditorin?! Kannst du uns dann mal was backen?“ Frage? – Apple Pie. Bei Freunden für ein paar Tage eine Unterkunft bekommen um mal wieder in einem richtigen Bett anstelle des Vans zu schlafen? – Apple Pie. Spontan über den Jahreswechsel Urlaub bekommen, zur Freundin an die Küste gefahren, bei ihren Freunden mit zum Silvesterabend eingeladen und irgendwie muss schnell noch ein Gastgeschenk gebacken werden? – Apple Pie. Noch nicht ganz sicher ob die neue Arbeitgeberin auf der Farm dich mag? – Apple Pie (das war vor fast vier Monaten und ich glaub das hat wirklich so ein bisschen das Eis gebrochen 😀 A little bit of kindness goes a long way). In unserem postgelben Van (in dem ja aus Platzgründen wirklich nur das allernötigste ist) habe ich in einer der Schubladen eine Tarteform verstaut, damit ich wann auch immer nötig einen Apple Pie zaubern kann 😀 Das ist auch das Rezept nach dem ich bisher am meisten gefragt wurde, deswegen gibt es es nun endlich! Ich mag es am liebsten schlicht und einfach; buttrig-zart blätternder Teig, grüne Äpfel, ein wenig frischer Zitronensaft, Zucker und Zimt. Fertig. Aufpeppen könnt ihr ihn natürlich immer! Mit Rosinen oder Karamell in der Füllung oder karamellisierten Nüssen obendrauf nach dem backen!
Noch ein Tipp: Ich nehme am liebsten eine Tarteform mit herausnehmbaren Boden, weil man den fertig gebackenen Pie dann so wunderbar einfach aus der Form heben kann!
Und mein Ofen hat eine starke Unterhitze, sodass ich nie das Problem hab, dass mein Boden matschig wird. Falls das bei euch das der Fall sein sollte, dann muss der Boden blind vorgebacken werden!
ApplePie_1

Rezept (für eine 26cm Tarteform)

Teig:
*480g Mehl
*110g kalte Butter
*125g Palmin
*1 Prise Salz
*ca. 130ml eiskaltes Wasser

Füllung:
*1,2kg Granny Smith Äpfel
*1 ½ EL Zitronensaft
*130g Zucker
*2 TL Zimt
*20g Butter

ausserdem: *1 Ei zum bestreichen
* extra Zucker

Zubereitung:

1. Mehl und Salz in eine Schüssel geben, kalte Butter und Palmin in kleine Stücke geschnitten dazugeben und die Butter und das Fett mit dem Mehl verreiben bis keine Fettklümpchen mehr vorhanden sind
2. Eiskaltes Wasser hinzugeben (ich gebe wirklich einige Eiswürfel in das Wasser), grob in der Schüssel vermischen und anschliessend auf der Arbeitsplatte fix zu einem Teig kneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und für ca. eine Stunde im Kühlschrank entspannen lassen
3. In der Zeit die Füllung vorbereiten! Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Apfelscheiben in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln und Zucker und Zimt zugeben. Alles mit den Händen vermischen bis alle Apfelscheiben gleichmäßig mit Zimt und Zucker paniert sind. Bis zur Weiterverarbeitung beiseite stellen.
4. Vom gekühlten Teig die Hälfte zur Verarbeitung abnehmen, die andere Hälfte zurück in den Kühlschrank legen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen (nicht dicker als einen halben Zentimeter) bis man einen halbwegs runden Teigkreis hat, der größer ist als die Form, dabei immer wieder bewegen und auch hochheben und eventuell wieder bemehlen, damit der Teig nicht auf der Arbeitsfläche kleben bleibt. Anschliessend den Teig in die Tarteform heben (das geht zum Beispiel ganz einfach in dem man den (bemehlten) Teig auf das Nudelholz rollt und über der Tarteform wieder entrollt) und den Teig behutsam in die Tarteform drücken, dabei ca. einen Zentimeter Teig über den Rand hängen lassen.
5. Gezuckerte Apfelscheiben in die Form schichten, Butter in Flöckchen darauf verteilen und den überhängenden Teigrand mit verquirltem Ei bestreichen.
6. Die zweite Teighälfte aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Ich zeige euch wie man ein Flechtmuster als Deckel macht, ihr könnt die Teigschicht aber natürlich auch einfach so über die Äpfel legen, an die untere Teigschicht drücken und eventuell mit den Fingern oder einer Gabel noch ein Muster in den Rand drücken (und den Teig an vier Stellen einschneiden damit der Dampf entweichen kann). Das Flechtmuster sieht viel komplizierter aus als es eigentlich ist und ich versuche es mit ein paar Fotos verständlicher zu machen! Der Teig ist super für derartige Spielereien, weil er nicht so leicht zerbricht!
7. Zuerst schneiden wir unseren ausgerollten Teig in Streifen, die Streifen kann man dabei so dick oder so dünn schneiden wie man gern möchte, sie sollten aber alle gleichmäßig sein. Ich schneide meine meist recht dünn und lasse ein wenig Platz zwischendrin damit der Dampf beim backen entweichen kann.
In meinem Beispiel ordne ich elf Teigstreifen über den Äpfeln an und habe weitere elf Teigstreifen vorbereitet zum flechten. Ich nummeriere die Streifen durch von 1-11 und nehme alle ungeraden Streifenzahlen und klappe sie nach oben, lege einen extra Streifen darauf und klappe die ungeraden Streifen wieder nach unten. Nun nehme ich alle geraden Streifen und klappe sie nach oben, lege einen weiteren Streifen drauf (im selben Abstand wie die ersten Streifen) und klappe sie wieder nach unten. Und so geht das weiter bis ich am Rand der Tarteform angekommen bin. Dann drehe ich sie um und mache genau das selbe mit der anderen Hälfte. Anschliessend schneide ich die überstehenden Reste ab und drücke die Streifen an den unteren Teig. Fertig! 😊 Ist doch eigentlich ganz einfach, oder?! Mit restlichem Teig kann man nun noch Blumen ausstechen oder dünne Zöpfe flechten, die man am Rand anordnen kann.
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Alles mit verquirltem Ei bestreichen, extra Zucker drüberstreuseln und bei 180°C ca. 75 Minuten im unteren Teil des Ofens (damit die untere Teigschicht durchgebacken wird) backen bis die Füllung ordentlich blubbert und der Pie eine goldgelbe Farbe hat.
8. Abkühlen lassen bis man den Pie vorsichtig aus der Form heben kann und noch warm mit Schlagsahne oder Vanilleeis servieren 😊
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~English version right here for you :)~

Apple Pie is my absolute favourite go-to recipe: easily done, always sure to please everyone and depending on how much time you have on your hand you can either just top it with a second layer of dough or spend much more time and love and make it look extra special with a lattice top, skinny braids or flowers and leaves. Apple Pie, in my opinion, is the perfect solution for just about every nbgsituation. The all-time favourite “You’re a pastry chef?! Could you bake something nice for us?” question? – Apple Pie! Getting to stay at a friends’ house for a few days and having a real bed instead of sleeping in the van? – Apple Pie! Spontaneously a few days off work, a little holiday with a friend on the Coast and in need of a little baked something for New Year’s Eve with her friends? – Apple Pie! We made this Apple Pie at the Country Club in Florida where I worked for a year and I tweaked it a bit to my own liking!
In one of the drawers of our post-office yellow van I made some space for a pie dish (and living in a van means that you really can only take the most important things) so I can make Apple Pie whenever necessary 😀 It’s as well the recipe that’s been requested most so finally here it is. When it comes to Apple Pie I really like it simple- a buttery and flaky crust, Granny Smith Apples, a squeeze of lemon juice, some sugar and a dash of cinnamon. Yum. But of course you can add more fancy to your own liking- raisins or caramel in the filling or caramelized nuts on top- the possibilities are endless!
One more tip before we start- I prefer using a pie dish with a removable bottom part because it makes it SO easy to get the pie out of its dish and cut up after baking!
Also my oven has a rather strong bottom heat so I never end up with soggy pastry. If that’s an issue for you you’ll have to prebake (and blind bake) the pie!
ApplePie

Recipe (for a 26cm Pie dish):

Dough:
*480g plain flour
*110g butter, cold
*125g shortening
*pinch of salt
*ca. 130ml ice cold water

Filling:
*1.2kg Granny Smith Apples
*1 ½ Tbsp lemon juice
*130g sugar
*2 tsp cinnamon
*20g butter

Plus: * 1 egg for egg wash
*extra sugar for sprinkling on top

How to:
1. Place flour and salt in a bowl and add cold butter and shortening in small pieces, rub into the flour with your fingers until the mix resembles coarse crumbs
2. Add the ice cold water (I literally add some ice cubes to make sure it really is super cold) and first mix together in the bowl, then turn on to a working surface and quickly knead to a dough, cover in plastic wrap and store in the fridge for about one hour
3. Time to make the filling! Peel apples, cut into quarters, take out the core and cut into thing wedges. Place in a bowl, drizzle with lemon juice and sprinkle sugar and cinnamon on top, mix through with your hands until all the apple slices are coated in cinnamon sugar. Put aside until needed again.
4. Take the pie dough out of the fridge, cut in half, use one half right away and store the other one in the fridge again. Roll out dough on a floured surface until you have a thin (not thicker than 0.5cm) circle that is bigger than your pie dish, make sure you move the dough, pick it up and flour it again in between rolling to prevent it from sticking to the surface. Once rolled out to perfection transfer it to your pie dish and carefully press it in and up the sides, leave about 1cm hanging over the edge.
5. Pour the apples into the dish and top with little butter pieces.
6. Preheat oven to 180°C. Get your second half of the dough out of the fridge and roll out on a floured surface just as you did with the one before. I’ll show you how to make a lattice top, but of course you can as well just place the dough circle on top of the apples (brush the edge of the first dough with egg wash), pinch the edges together to make them stick and work a design into it using your fingers or a fork. Make sure to cut four slits in the top to let the steam come out. But I promise as well that the lattice top is way easier to make than it might look like.
Cut your rolled out dough into stripes, they can be as wide or as thin as you’d like, but should all have the same width. I usually cut mine rather thin and leave space in between to let the steam escape. In my case I have twentyone stripes all together, eleven for the horizontal and eleven for the vertical. First brush the edge of the dough in the pie dish with egg wash, then I take the first ten and arrange them on top of the apples, leaving a few millimeters in between. Every stripe gets a number from 1-11, I take all the uneven numbers and fold them up, then place a horizontal stripe over it and fold them down again. Next I fold all the even numbers up, place an extra strip on top (making sure it gets the same space in between) and fold them down again. Just like that it keeps going until I reach the end of the pie dish. Turn the pie dish around and do the same pattern on the other half. And that’s it! Easy, isn’t it?! Press the end of the stripes onto the lower dough and cut off the overhanging parts. With any leftover dough you can braid thin braids to lay over the outside or cut out flowers and/or leaves for extra decoration.
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Brush the top with egg wash, sprinkle with extra sugar and bake the pie in the lower part of your oven for about 1 hour, until the filling is bubbling happily and the crust is golden brown. Let the Pie cool down enough so you can remove it from the form, then serve still warm with cream or ice cream!
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