Weihnachten im Paradies/Christmas in paradise

Scroll down for english version my friends!

„In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei, zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch..“ trällerten Rolf Zuckowsy und ich im wunderschönstem Duett durch die Backstube, zwischendrein fragte meine kanadische Arbeitskollegin Bry nach der englischen Übersetzung des Liedes während auch sie mitsummte und wir zusammen Schneeflockenplätzchen  verzierten.
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Ich sitze bei Cappuccino und Ferrero Rocher Cupcake in meinem Cupcakeladen (ich mag ihn so gern, ich bleib selbst nach Feierabend immer noch hängen 😉 )und möchte euch ein wenig von der wunderschönen (Vor-)Weihnachtszeit in Queenstown berichten 🙂 Also macht’s euch gemütlich und kommt mit auf eine kleine Reise- in meine Backstube, aus der süße Gerüche von Zimt und Ingwer strömen, kleine Lebkuchenmänner aus dem Ofen und auf die Cupcakes purzeln und ein kleines Poettchen Chili-Ganache darauf wartet in neue Cupcakes verwandelt zu werden! Es ist Sommer bei uns und natürlich so gar nicht weihnachtlich, aber nach zwei Jahren Weihnachten im Hochsommer habe ich mich langsam dran gewöhnt und auch wenn ich Glühwein, gebrannte Mandeln und vor allem Weihnachtssosse vermisse, mag ich meine so ganz anderen Weihnachtsfeste in der Ferne 🙂

Im Park stand ein grosser herrlich geschmückter Weihnachtsbaum, bei uns in der Lodge eine kleinere niedliche Version und unser Schaufenster wurde auch wunderbar weihnachtlich geschmückt- im Fenster baumelten unsere garnierten Schneeflockenkekse zwischen den Lichterketten und ich freute mich immer wieder aufs Neue, wenn ich früh am Morgen unausgeschlafen auf Arbeit eintrudelte.

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Ab Mitte Dezember waren Jaimie und ich allein im Cupcakeparadies- Bry hatte uns verlassen um mit ihrer Familie in Kanada Weihnachten zu verbringen und die neue Mitarbeiterin war dann doch nicht so die Wucht, sodass wir die Weihnachtszeit zu zweit durchgeackert haben. Und einen Spass hatten wir!!! 😀 Tanzend und singend durch die Backstube gewirbelt jeden Tag den ganzen Tag und Weihnachtscupcakes und Cakepops und Torten gezaubert- fast ein bisschen wie zu guten alten Zeiten daheim bei Bauers 🙂

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Ich habe meinen eigenen Cupcake kreiert und mich wie Bolle gefreut als er dann mit den anderen kleinen Küchlein in der Glasvitrine stand und die Neugier unserer Kunden weckte- und viele Komplimente abstaubte!!! Da ist es, das Prachtstück!

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Ein Mexican Hot Chocolate Cupcake, inspiriert von meinem Lieblingseisladen in Erfurt. „Zucker und Zimt“ hat im Sommer 2014 eröffnet als ich zwischen Florida und Neuseeland eine kurze Gastrolle dabeim gegeben hab und ich war- ungelogen- täglich dort um eine Kugel Schoko-Chili-Orange-Eiscreme zu vernaschen (irgendwann hat der Eismann meines Vertrauens mir eine Kugel aus dem Kühlhaus geholt, wenn er mich durch die Tür schlendern sah und meine Eissorte nicht im Tagesangebot hatte.. An dieser Stelle, danke lieber Eismann!). Und jedes Mal wollte ich beinah vor Freude weinen, weil ich immer wieder von der perfekten Kombination positiv überrascht umgehauen wurde. Und seitdem hatte ich Schoko-Chili-Orange in meinem Hinterkopf und wollte alle drei in einen Cupcake packen. Irgendwie. Und ich habe rumexperimentiert und gebastelt und probiert und das ist dabei herausgekommen- ein dunkler Schokoladencupcake, gefüllt mit Orangenmarmelade, mit einer Haube aus Zimt-Cayenne-Chili-Ganache-Buttercreme, garniert mit einem handgezaubertem Marshmallow und Chili-Ganache-Drizzle. Geile Scheisse. Verzeiht meine Wortwahl, aber holy Guacamole, mein Cupcake rührt mich genauso zu Tränen wie das Eis von „Zucker und Zimt“. Läuft euch schon das Wasser im Mund zusammen?! 😉 Bei Gelegenheit werde ich ein Rezept zum best Cupcake ever veröffentlichen 🙂

Ansonsten gab es zur Weihnachtszeit noch einen Schokoladen-Pfefferminz-Cupcake und all unsere anderen Cupcakes haben ein Weihnachtsoutfit bekommen und so die vielen Menschen erfreut 🙂

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Am 24.12. ging es nochmal ein bisschen rund, weil alle lieben Menschen ihre Bestellungen abgeholt haben und Last-Minute-Boxen für das Weihnachtsfest organisieren wollten (weil ja auch erst seit gestern bekannt ist, dass Weihnachten ist…)- aber um vier war Schicht im Schacht und ich hab unseren Laden für zwei volle Tage abgeschlossen. Jetzt konnte auch mein Weihnachten beginnen 🙂 Und das hab ich mit meinen beiden Abenteuerjungs draussen in den Bergen verbracht!

 

 

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Das ist der Jan aus Rostock, der Jan ist mit seinen 19 Jahren einfach schon richtig cool drauf (und sonst kann ich mit den Neu-Abiturienten in Neuseeland eher nicht so viel anfangen) mit seinen Geschichten von Antarktisreisen und Bildern von lustigen Baby Pinguinen und spontanen Klavier-Shopping-Radtrips und Ideen eine bessere Welt zu schaffen.  Ausserdem hat auch er eine besonders liebenswerte Vollmeise und singt (meist ohne Text) wo auch immer er steht und geht und wandert. Was zur Folge hat, dass ich eine ganze Woche rumgelaufen bin und die Musik vom Musical „Rent“ gesummt habe.

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Und das ist der Cassidy aus Utah, der sich liebend gern in diverse Abenteuerschwierigkeiten bringt und dann die coolsten Geschichten zu erzählen hat. Cassidy macht ausserdem die besten Smoothies und ist immer irgendwie am rumhandwerken, was mir wahnsinnig sympathisch ist. Und- wie sollte es auch anders sein- Cassidy ist auch ein  bisschen durchgedreht, weshalb wir wahrscheinlich so gut befreundet sind 😉

Ich bin äußerst gern mit meinen beiden Abenteuerjungs unterwegs um die Welt zu erkunden. Wir haben auch schon ganze Abende damit verbracht bei Ingwerbier ernsthaft zu diskutieren und planen wie wir mit Einhornflagge und Regenbogen-Cupcake-Van die Welt bereisen und das Leben der Menschen bereichern. Die beiden sind meine Queenstown-Familie und so war es eigentlich selbstverständlich, dass wir Weihnachten zusammen verbringen. Nach Arbeit (und nachdem Jan ENDLICH mit packen fertig war) haben wir uns in Cassidy’s Schrottkiste (pardon.. Auto) gequetscht und sind nach Glenorchy und um den See und über Schotterstrassen und durch kleine Bäche gedüst (was ein Abenteuer 😀 ) bis zum Beginn unseres Greenstone-Caples-Track, der uns drei Tage lang durch Wald und Wiesen und über Berge und Felder geführt hat.

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Im allerletzten Tageslicht sind wir an der Hütte angekommen, haben unsere kleinen Zelte ein Stückchen entfernt aufgeschlagen und Weihnachtsdinner gekocht- gefriergetrockneten Kartoffelbrei und Schnitzel draussen in der freien Natur unter dem bezauberndstem Sternenhimmel- was kann es schöneres geben?! 🙂

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Am nächsten Morgen hat uns die Sonne mit ihren warmen Strahlen wachgekitzelt und wir haben unsere Haferflocken gefuttert und Thanks a Latte geschlürft und des Lebens gefreut. Es kann so einfach sein. Wenn man begreift, dass es gar nicht so viel braucht zum glücklich sein. Wenn man Menschen (und Einhörner) um sich hat, mit denen man man selbst sein kann. Wenn die Sonne scheint und die Vögel singen und das Gras unter den Wanderschuhen raschelt. Wenn man Mittagsschlaf auf dem Berg in der warmen Sonne halten kann während man auf die beiden Kerle wartet.

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Wenn man am Abend nach einem langen Wandertag an der Hütte ankommt und Marshmallows über dem allerkleinsten Lagerfeuer röstet. Wenn auch der dritte Wandertag noch unheimlich viel Spass macht, weil Neuseelands Natur immer wieder auf’s Neue begeistert.

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Wenn man mit schmerzenden Füssen zufrieden halbschlafend auf der Rückbank im Auto sitzt und den beiden Jungs mit halbem Ohr beim diskutieren zuhört während die Sonne über dem Wakatipu untergeht und die Welt umher in das schönste Abendlicht taucht. Wenn einfach alles passt.

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„Schön ist es auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein. Du und ich wir stimmen ein-schön ist es auf der Welt zu sein.“ hab ich mit meiner Oma immer voller Inbrunst gesungen. Und ich merke immer wieder, wie Recht sie hatte- wie schön es ist zu fühlen, dass man lebt und das allerbeste daraus zu machen, jeden Tag aufs Neue 🙂

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Das waren sie, meine Weihnachtsgeschichten, every little thing is gonna be alright- bis bald! 🙂

Here`s the english version for you beautiful people!

German christmas songs I remember very well from childhood christmases spent in the sweet surroundings of my loving family were blasting out of the speakers, me singing along from the top of my lungs only getting interrupted by my canadian coworker Bry demanding to know what I was singing about, while the two of us happily decorated snowflake sugar cookies.

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I’m enjoying a Cappuccino and Ferrero Rocher Cupcake in my cute Cupcake store (I love it so much, I can’t seem to leave even after I finished work!) and want to tell you some Queenstown Christmas tales! So please do get comfy and come along on a sweet journey into my little baking kitchen, where cinnamon and mixed spice smells linger in the air, where little gingerbread men fall out of the oven and onto Cupcakes, where a small pot of Chili Ganache happily bubbles on the stove, only waiting to be turned into amazing Cupcakes! It is summer in Queenstown and even though I’m missing wintery Christmasses with its mulled wine, christmas markets and especially family christmas dinners, I’ve been getting used to summer Christmases over the last two years and love doing things a bit differently 🙂

There was a huge decorated christmas tree on the Village Greens in town and a cute smaller version at the B-Lodge. Our decorated snowflake cookies were hanging in the shop window next to silver snowflakes and the fairy lights- and they made me smile every time I turned up sleepily at work early in the morning 🙂

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From mid December it was only Jaimie and me rocking out at the Cupcake store- Bry went back home to spend Christmas with her family in Canada and so it was just the two of us having all the Christmas fun together! We were singing and dancing along to Christmas music through the Cupcake kitchen, whipping up Cupcakes, Cakepops and cakes- it almost felt a bit like good old times back home at Bauer’s bakery 🙂

I created my own Cupcake and was happy as can be to see it lined up with all the other Cupcakes in the cabinet, getting many compliments from our customers.

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Meet the precious Mexican Hot Chocolate Cupcake, inspired by my favorite Ice Cream Shop in my hometown Erfurt. „Zucker und Zimt“ first opened in Erfurt in the summer of 2014, when I spent a few weeks hanging out back home between exploring Florida and New Zealand and I popped into the Ice Cream Shop daily-not even kidding right here- to get my fix of Chocolate-Chili-Orange Ice Cream aka Best Ice Cream ever (at one point the Ice Cream Man would just get me a scoop from the chiller when he saw me coming through the door and didn’t have MY flavour in the cabinet that day.. thank you, dearest Ice Cream Man!). And every time again the perfect combination of flavours almost brought a tear of happiness to my eyes. Ever since then I had chocolate, chili and orange floating around in the back of my mind and I’ve been dying to turn it into a Cupcake! So I spent some time experimenting and trying different combinations and in the end I came up with this- a dark chocolate cake stuffed with orange marmalade, topped with a chili-cinnamon-cayenne pepper-ganache-buttercream, garnished with a handcrafted Marshmallow and chili-ganache-drizzle. Fuck yes. Excuse my language but, holy guacamole, my Cupcake brings a tear of joy to my eyes just as the „Zucker und Zimt“ Ice Cream used to. Are you craving it by now?! Thought so.. Come and see me at the Cupcake Cafe 😉 And on top of that I’ll post the recipe if I ever get around to it 🙂

Chocolate-Peppermint was another Christmas flavour in our Cupcake cabinet and all our other Cupcakes just dressed up in their Christmas outfits to bring joy to the world 🙂

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Christmas day was another pretty crazy day in Cupcake paradise with everyone picking up their orders and last-minute-peeps storming through our doors to get their desserts sorted.. duh. But at four I locked the doors for the next two days and my own merry little Christmas could begin! And I spent it with my adventure boys out in the woods! 🙂

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This is Jan from Germany. Jan is a pretty  awesome guy for being a 19-year-old (and usually I can’t stand being around freshly graduated german high school kids..) with his exciting stories about antarctica travels, photographs of funny baby penguins, spontaneous piano-shopping-roadtrips and ideas how to turn this world into a better place. He is a bit crazy and sings (usually without actual lyrics) wherever he stands and walks- and hikes for that matter. Which ended up with me humming the songs from the „Rent“ Musical for a week straight 😀

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And this is Cassidy from Utah (who loves taking pictures of his butt.. sorry not sorry for nudity on my blog), who loves getting himself into all kinds of adventure trouble (like jumping into wasp nests) and then has the funniest stories to tell! On top of that he makes the very best Smoothies, spends his time building stuff and is pretty fuckn nuts, which is probably why we are such good friends.

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I love being out adventuring with the two of them and we have spent nights seriously discussing the idea of traveling the world with a unicorn-flag in a rainbow-cupcake-van, bringing peace and happiness to the world. ‚Nuff said! Those two are my Queenstown family and it was only natural we’d spend Christmas together. After work (and once Jan was FINALLY done packing his bag) we all piled up in Cassidy’s car and drove past Glenorchy and to the other side of the lake and over gravel roads and through fords (with the floored Subaru, what an adventure!) until we finally get to the start of our Greenstone-Caples-Track!

The track takes us through forests and fields, over meadows and mountains, alongside lakes and rivers for three days and it’s absolutely gorgeous!  

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In the last bit of sunlight we make it to the first hut, set up our tiny tents and cook freeze dried christmas dinner under the starry sky, surrounded by mountains- what could possibly be better?! 🙂

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The warming sunbeams woke us the next morning and we sat there in front of our tents with our porridge and Thanks a Latte’s, getting ready for another day on the track, being just very happy with life. It can be so easy. When you realize that it doesn’t really take that much to be happy.

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When you are surrounded by people (and unicorns) that accept you just as you are. When the sun is shining and the birds are singing and the grass is  cracking under your hiking shoes. When you can take naps in the sun on the mountains while waiting for the boys to catch up.  

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When you finally get to the hut after a long day of hiking and roast some Marshmallows over the smallest campfire ever. When even the third day of hiking is still fun because New Zealands nature just never fails to amaze! When you are on the car drive back home with hurting feet, blissfully half asleep on the back seat, listening to the two adventure boys discussing camera lenses while the setting sun over Lake Wakatipu is turning all its surroundings in the most amazing light. When everything just feels right.

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My grandma and I used to sing  this song together when I was a little kid and I can’t really translate it but it was about how beautiful it is to be in this world. And being here I realize every day again how right she was- how very beautiful it is to be alive and explore this world and make the absolute best out of every day.

And that was it for now my lovely friends, every little thing is gonna be alright, I’ll be back with new adventure stories soon. Promise 🙂

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