Das wandern ist des Muellers Lust.. /Roadtripstories 2.0

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… das wa-handern! Und so sind wir zur Mueller Huette in Mt. Cooks Bergen gewandert, unter anderem, waehrend ich das Lied laut vor mich hingetraellert hab. So wie damals, vor zwanzig Jahren, in den Allgaeuer Alpen 😉 Und somit geht’s weiter mit Roadtripgeschichten! Inzwischen sind unsere sieben Wochen leider schon vorbei (Hach Kinder, wie die Zeit vergeht..), Benny ist auf dem Weg nach Holland, ich hab meine erste verrueckte Arbeitswoche hinter mich gebracht.. Und freu mich, dass ich mit euch unsere tolle Reisezeit nochmal erleben kann 🙂 Die zweite Haelfte unseres Roadtrips war, wie der Titel schon ankuendigt, voller toller Wanderungen. Die Westkueste Neuseelands hat viele Wanderwege zu bieten und nachdem sich meine Beine nach den ersten paar Wanderungen wieder daran gewoehnt hatten ordentlich was zu tun, konnte ich es kaum erwarten immer und immer wieder meine Wanderschuhe zu schnueren und mich auf den naechsten Berg zu stuerzen. In Neuseeland gibt es alles an Wanderwegen quer durchs Gemuesebeet- kurze Spaziergaenge, anstrengende Tageswanderungen, anspruchsvolle Mehrtageswanderungen und natuerlich die neun „Great Walks“, von denen man ueberall hoert und deren bunten Gute-Laune-Bilder die Broschueren in den Besucherzentren zieren. Wir haben ein bisschen von allem probiert, nach einer Weile die abgelegenen Wanderwege bevorzugt auf denen man  nicht ganz so vielen Touristen begegnet ist und ich moechte euch gern von meinen Lieblingswanderungen berichten (auch natuerlich von den anderen Highlights unserer zweiten Roadtriphaelfte), fuer den Fall, dass ihr jemals nach Neuseeland kommt und euch fragt welche von den vielen Wanderungen die beste fuer euch ist. Lasst mich zuerst etwas ueber die Great Walks sagen. Als ich am Anfang meiner Neuseelandzeit stand, es noch nicht mal geschafft hatte meinen Lonely Planet anzuschauen und nur die Geschichten anderer Reisende kannte, dachte ich, dass die Great Walks die tollsten Wanderwege in ganz Neuseeland- ach, wenn nicht gar der ganzen Welt!- sein muessen. Sie heissen ja schliesslich nicht umsonst „Grossartige Wanderungen“, right?! Well, nach einiger Reisezeit, in der ich eigene Erfahrungen gesammelt, mich mit Wanderern und Doc-Mitarbeitern unterhalten hab, musste ich feststellen, dass die immer mehrtaegigen Great Walks hauptsaechlich zum Geld scheffeln da sind-leider. Versteht mich nicht falsch, es sind immernoch tolle Wanderungen und ich bin mir sicher, dass es viele viele Menschen gibt, die sie sehr geniessen. Aber es gibt so viel Marketing drumherum, dass man die Huetten und Campingplaetze Wochen, wenn nicht gar Monate, im Vorraus buchen muss und sie ungefaehr viermal teurer sind als die selben Huetten auf anderen tracks. Es sind meist einfache tracks, klar anstrengend, weil man mehrere Tage unterwegs ist, aber well maintained und nicht so anspruchsvoll wie diverse andere Wanderwege, bei denen man ununterbrochen durch Regenwald marschiert und sich an Baeumen einen Felsen hochhangelt. Dadurch sind sie leicht passierbar bei so ziemlich allen Touristen, die ein wenig Fitness haben. Zusaetzlich kann man eine gefuehrte Wanderung buchen- man traegt nur den day pack, alles andere wird mit Helikoptern zu den Huetten geflogen und dort wartet am Ende des Tages auch ein warmes Abendbrot und ein extra Fluegel in der „Huette“, nur fur gefuehrte Wandergruppen- da geht der Kern des wanderns verloren. Und die Wege sind dementsprechend ueberfuellt. Aber macht euch euer eigenes Bild! Wir zum Beispiel sind ein Teil des beruehmten Routeburn Tracks gewandert, als Tageswanderung, ohne ein Vermoegen fuer die Nacht zu zahlen und der Freiheit nach dem Wetter zu entscheiden, wann wir gehen wollen. Und es war wundervoll!! Aber dazu spaeter mehr 🙂 Unser erstes Highlight an der Westkueste lag so ziemlich am A**** der Welt, seriously. Vom relatov grossen Westport aus sind wir gen Norden eine lange, einsame Strasse gefahren, die uns nach Karamea gefuehrt hat, ein kleines Hippiedoerfchen irgendwo im Nirgendwo. Von dort aus ging es weiter immer mehr in die wilde Natur- wir waren auf dem Weg ins Oparara Basin, weil ich zufaellig in meinem Lonely Planet davon gelesen hatte. Die letzten 14 km ging es auf einer sehr holprigen unbefestigten und schmalen Strasse (mit hin-und wieder Gegenverkehr) durch den Urwald- ich war mir sicher, ich wuerde mein geliebtes Hippie-Auto zu Schrott fahren oder wenigstens irgendwo stecken bleiben, aber letzendlich habe ich es mit Bob Marleys Hilfe geschafft, wahoo!! Wir waren hier wegen der Sandsteinboegen, klingt komisch, ist aber so. Und ich habe mich gefuehlt wie in einem Land vor unserer Zeit und nur darauf gewartet, dass ein neugieriger Dino um die Ecke schaut. Ein Spaziergang hat uns durch echten Urwald gefuehrt und wie aus dem Nichts hat sich der riesengrosse Sandsteinbogen vor uns aufgebaut, dahinter was aussah wie eine Felswand und der Eingang in eine andere Welt, ueber und ueber mit Farnen behangen. Entpuppt hat es sich als 200m lange Hoehle, durch die der braune Fluss gesprudelt ist.

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Die Fotos zeigen nicht mal annaehernd, wie atemberaubend toll es war! Auch die „Moria Arch“, eine kleinerer Sandtseinhoehlenbogen war abenteuerlich- was fuer ein aufregender Tag!

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Fuer die Nacht haben wir einen Doc-Campingplatz direkt am wilden Meer gefunden- Pancakes for dinner, Sonnenuntergang direkt vor der Haustuer und am naechsten Morgen von einem spektakulaeren Regenbogen geweckt- was sonst koennte man im Leben brauchen?!

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Weiter ging es die Westkueste lang, nun Richtung Sueden- und das naechste Naturwunder hat nicht lange auf sich warten lassen! Passend zum Thema des Tages gab es zum Fruehstueck die leftover Pancakes, jetzt waren wir bei den Punakaiki- Pancake Rocks! Sehr tourisitisch, aber wahnsinnig cool!

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Die Felsen im Meer sind aus unerfindlichen Gruenden von Wetter, Salzwasser und Zeit so verfallen, dass sie wie Pancake-Stapel aussehen.

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Das allein ist ziemlich cool, zusaetzlich schiesst das Wasser bei Flut so in die teilweise unterirdischen Felsen, dass es durch Blowholes wieder rausgespritzt wird. Ein tolles Naturschauspiel, was die wahnsinnige Kraft des Meeres veranschaulicht.

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Um zum Neuseelanderlebnis beizutragen hat eine Gruppe Schulkinder spontan einen haka  „getanzt“ 😀

In Hokitika, die sich selbst „kleine coole Stadt“ nennt, haben wir einen halben Tag verbracht

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und waren ausserhalb bei der Hokitika Schlucht, die wunderschoen blaues Wasser fuehrt, was von einem Gletscher gespeist wird (das Wasser ist verdammt kalt, wie Benny, der Spinner, am eigenen Leib erfahren hat).

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Unsere erste groessere Wanderung haben wir am Franz Josef Glacier absolviert, fern von den ausgelatschten Touristenpfaden ging es den „Roberts Point Track“ hinauf,

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ein Hinweisschil am Anfang des Weges hat darauf hin gewiesen, dass es keine einfache Wanderung ist und einige Touristen hier schon ihr Leben gelassen haben- whoa, wir badass Wanderer! Dies war unsere erste von vielen Wanderungen, die ueber Stock und Stein ging und man den Pfad teilweise nur erahnen konnte- was fuer ein Spass! 🙂

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Es war anstrengend, aber nicht annaehernd so gefaehrlich wie angekuendigt, nein, es hat Spass gemacht ein wenig Herausforderung zu haben und schon waehrend des wanderns zu erahnen, was fuer ein Muskelkater uns am naechsten Tag plagen wuerde! 😀 Die Aussicht auf den Gletscher war nett, aber nach meiner Alaskareise nicht beeindruckend 😉

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Was fuer eine Wohltat war es am Abend im kuehlen Wasser des Lake Mapourika zu schwimmen (der Campingplatz war hoffnungslos ueberfuellt, aber wir Beiden waren die einzigen am Ufer des Sees) und die untergehende Sonne auf den umliegenden hohen Bergen zu bewundern- gluecklich, so gluecklich, diese Momente zu erleben 🙂

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Weil wir nun einmal in Wanderstimmung waren haben wir uns am naechsten Tag nach einem kurzen  Abstecher zum Spiegelsee Matheson auf unsere Uebernachtungswanderung begeben, wahoo!! Ich bin ganz aufgeregt!! Wanderschuhe geschnuert, Schlafsack an den Rucksack gebunden und los gings auf dem Copland Track! Wieder eine typische Neuseelandwanderung, es geht ueber Stock und Stein, durch Fluesse und entlang kleiner Bergbaechleinbetten, die im Moment wenig oder kein Wasser fuehren, aber nach einer Nacht Regen schnell gefaehrlich werden koennen.

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Es ist eine richtig tolle Wanderung! Zwei Doc-Mitarbeiter (die wir unterwegs auch treffen), haben den ganzen Sommer auf dem Copland Track verbracht und die Wege so angenehm wie moeglich gestaltet- es geht entlang eines krass-blauen Flusses, ueber lange Drahtseil-Haengebruecken, durch Waelder und ueber Wiesen und es wird einfach nicht langweilig!

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Nach 18 km und 5 1/2 Stunden kommen wir an unserer Huette, der „Welcome Flat Hut“ an, schmeissen unsere Schlafsaecke auf freie Betten und geniessen den Rest des Abends in den heissen Quellen. Ja, heisse Quellen!! Direkt neben der Huette sprudeln seit tausenenden Jahren heisse Quellen aus dem Boden und es ist der groesste Luxus die mueden Beine im heissen Wasser zu entspannen waehrend man die beste Aussicht hat.

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Der naechste Tag ist sehr verregnet und wir stolpern durch den Regenwald zurueck zum Noah. Copland valley Track- absolut empfehlenswert!

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Touristische „Staedte“ Wanaka und Queenstown stehen als naechstes auf dem Plan, nun spielt auch das Wetter wieder mit. Nach einem Regentag Ruhepause gehts mit dem wandern weiter-Robs point bei Wanaka. Ein steiler nackiger Berg, drei Stunden geht es nur stupide bergauf an einer Seite des Berges, ein langweiliger Weg und ich hab ordentlich die Nase voll- aber die Aussicht (und der Milchshake spaeter am Seeufer) belohnt fuer die schmerzenden Fuesse!!! 🙂

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Wir verbringen ein wenig Zeit in Queenstown und fahren dann weiter nach Glenorchy- dort ist ein Ende (well oder Anfang) des Routeburn Tracks und wir starten zeitig am Morgen um den halben Track so gut wie moeglich an einem Tag erlaufen zu koennen. Da wir nicht wissen wie lange wir brauchen und wie fertig wir am Ende sind haben wir den Campingplatz gebucht, der nur 1 1/2-2 Stunden nach dem Parkplatz auf uns wartet und es ist schoen Zelt und Schlafsaecke dort lassen zu koennen und den restlichen Tag mit viel leichterem Gepaeck zu wandern. Und mit unseren Dinosaur onesies, weil wir ein bisschen viel anders sind als alle anderen Menschen 😀

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Das Wetter ist traumhaft und die Aussicht waehrend des wanderns atemberaubend, sobald wir die Baumgrenze hinter uns lassen und sich hinter uns das Tal und Berge, Berge, Berge auftun.

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Eine tolle Wanderung, leider nur zu viele Menschen, aber trotzdem sehr empfehlenswert. Wir kommen am hoechsten Punkt, Harris Saddle, an und und nehmen noch den kleinen steilen Abstecher um auf Conical Hill zu kommen- mit einer wahnsinnig schoenen Aussicht, strahlendblauem Himmel, schneebedeckten Bergen und in der Ferne kann man sogar das Tasmanische Meer sehen. Wahnsinn 🙂

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Obwohl wir es zeitlich geschafft haetten den ganzen Weg zurueck zum Noah zu wandern sind wir ganz froh als wir nach unseren 8 Stunden wandern am Campingplatz ankommen und uns fuer den restlichen Tag nicht mehr bewegen muessen 😉 Zurueck in Queenstown gibt es zur Belohnung Burger von Fergburger (oh mein Gott. Man steht nicht fuer umsonst jedes Mal fuer seinen so verdammt guten und saftigen Burger an), dann geht es weiter nach Te Anau und zum Milford Sound- ein bisschen Milford Sound typisches Scheisswetter, am ersten Tag sehen wir ueberhaupt nichts von den umliegenden Bergen, am zweiten Tag ist es ein bisschen besser (zwei schoene Wanderungen- Lake Marian und Key Summit), am dritten und letzten Tag brechen wir im Nebel auf und haben strahlenden Sonnenschein als wir im Milford Sound ankommen, der Gipfel von Mitre Peak wacht majestaetisch ueber der Bucht und es ist ein toller Ort- viel Zeit vebringen wir dort nicht, weil man ausser einer Bootstour (nope, thanks) nicht viel tun kann.

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Uns zieht es ins Gertrude Tal um -was auch sonst- wandern zu gehen. Ein weiteres Hinweisschild weist darauf hin, dass es eine ernsthafte Wanderung ist, nur fuer erfahrene und fitte Tramper (vor einem Monat ist ein deutsches Maedel dort verunglueckt..)- wahoo, lets go! Das ist, hands down, meine liebste Wanderung! Anspruchsvoll und anstregend, anstatt von Wegmarkierungen gibt es kleine Steinhaufen, die von anderen Wanderern aufgebaut wurden um den besten Weg zu zeigen. Es geht ueber grosse Steine, kleine pebbles und schliesslich ueber den blanken Felsen immer bergauf. Die Aussicht, als wir endlich auf Gertrudes Sattel ankommen, ruehrt mich fast zu Traenen. Diese Weite, diese unendlich wilde Weite dieses Landes.. ich kann es nicht in Worte fassen und die Bilder zeigen nicht, wie wahnsinnig schoen es in echt ist. Aber als ich auf einem Felsen sitze und meine Fuesse ueber dem kilometerweiten Abgrund baumeln und ich in das bewaldete Tal vor mir blicke, eingerahmt von hohen Bergen und letzendlich im Meer muendend, bin ich der gluecklichste Mensch. Ich fuehle mich lebendig wie nie zuvor, pumped up von der anstrengenden Wanderung, unglaeubig wie wild und wunderwunderschoen dieses Land ist und ich fuehle mich frei. Einfach frei. New Zealand, you fucking beauty!!

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Wir sind schon wieder auf dem Rueckweg als wir zurueck am Mount Cook sind- wo unsere Reise im Prinzip sechs Wochen vorher angefangen hat! Die Wanderung zur Mueller Hut steht noch auf unserer To-Do-Liste, urspruenglich hatten wir eine Zwei-Tageswanderung geplant, aber haben uns entgegen der Empfehlung der Doc-Mitarbeiterin fuer eine Tageswanderung entschieden, 36$ pro Nase fuer die einfache Huette war dann doch etwas happig. Zum Glueck! Statt der veranschlagten 4 Stunden bergauf haben wir nur 2 1/2 gebraucht und waren froh, dass wir dafuer nicht die Huette gebucht hatten! Es ging daemliche 2000 Treppenstufen bergauf und je hoeher wir gestiefelt sind desto besser ist das Wetter geworden, bis wir schliesslich sogar blauen Himmel hatten als wir bei Herrn Muellers Huette angekommen waren 😀 Fuer einen 360 Grad Umblick sind wir den restlichen Berg hochgekraxelt und hatten einen wahnsinnig tollen Ausblick auf Mt.Cook, die Ueberreste der Gletscher, Lake Pukaki im Hintergrund und die ganzen schneebedeckten Berge. Atemberaubend toll. Neuseeland eben, es begeistert mich jeden Tag aufs Neue 🙂

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Und da das Glueck dieser Erde ja bekanntlich auf dem Ruecken der Pferde liegt habe ich Benny zum ersten Mal in seinem Leben auf ein Pferd bekommen („Josi!!! Das Pferd ist kaputt!!“, hoerte ich es irgendwann hinter mir, als sein fauler Kerl mit seinem Schaedel im Busch stand und nicht mehr weiter wollte) und wir sind zwei Stunden bei schoenstem Wetter durch die Mt. Cook area geritten 🙂

Eine letzte Wanderung (danach war dann aber auch wirklich genug, die Fuesse und Beine haben geschmerzt und wir hatten keine Lust mehr) gab es auf Arthurs Pass, den Scotts Track hinauf (Benny:“ Ich hasse wandern. Fuck, ich hasse wandern. Warum machen wir das eigentlich?!“ 😀 ) mit natuerlich toller Aussicht und einem letzten Tag guten Wetters bevor es am naechsten Tag in Stroemen regnete. Und was fuer ein Sonnenuntergang von unserem kostenlosen Campingplatz aus waehrend wir unser Abendbrot gekocht haben! 🙂 Und dann waren sie vorbei unsere sieben Wochen auf der Suedinsel, sie waren viel zu schnell vorbei und es gibt so viel mehr, was ich noch sehen moechte, so viel mehr zu erleben und zu erwandern. Neuseeland hat in den sieben Reisewochen mein Herz erobert und ich weiss schon jetzt, dass ich es nur schwer verlassen kann. Die Freiheit, die unendliche Weite, die Wildernis, die tollen Leute, mein Hippieleben. Ich bin zurueck in der „Zivilisation“ in Little River und wohne bei Maori-woman Sheryl und obwohl ich ein Zimmer haben koennte schlafe ich immernoch in meinem Noah. Ich kann mein Hippieleben noch nicht ganz aufgeben 🙂

Wie versprochen gibt es noch einen extra Blogbeitrag mit den schoensten Cafēs der Suedinsel (und ein paar mehr Fotos hier..), bis dahin, three little birds and everything is gonna be alright 🙂 Cheerio

English version finally up!

In the german version I started off with the first few lines of a gorgeous hiking song, related to a Miller and therefore my former pastry chef Herr Müller because we hiked to the Mueller hut-  unfortunately this only makes fun if you understand german so no song for you guys! Anyways, welcome to „South Island Road trip 2.0″, I’m happy to have you aboard and to be able to relive this time again together with you, because by now it’s been like months already!! The second part of our road trip was full of hikes. New Zealand’s west coast has heaps of amazing hikes and once I got used to painful feet again I just couldn’t wait to get into my hiking boots every other day! Everything is available- short walks, fun dayhikes, exhausting overnighters and even multiday hikes. And the famous ‚Great Walks“ of course, the ones you hear everywhere about and their colorful happy pictures will smile at you from visitor brochures. We’ve done a bit here and a bit there and in the end preferred the less mainstream hikes, just out in the wild, not too many tourists around and I’d like to tell you about my favorite hikes. Just in case you are ever coming to this beautiful country, wondering what you should do with your time 😉 

But let me say something about the „Great Walks“ first! When I was at the beginning of my time here and hadn’t even managed to open my Lonely Planet yet I thought they must be New Zealand’s- well maybe even the world’s!!- best hikes. They must be called „GREAT“ for a fucking reason, aye?! But after a while of getting my own experiences, talking to other hikers and even Doc-employees (Department of Conservation) I realized they are unfortunately mostly a very good source to make money!! Now don’t get me wrong, they are still beautiful hikes and there are a lot of people that really enjoy them. But there is just so much marketing around it that you’ll have to book the huts and campgrounds weeks, sometimes even months, in advance. And you’ll pay four times more for the same bloody hut as on a less popular track. Th tracks itself are usually easy, of course demanding because you hike for several days, but very well maintained and not as ‚wild‘ as some of the others where you hike for hours through streams in rainforests and hold on to trees to get yourself up that boulder. That way pretty much everyone with some kind of fitness can do them, that way they are ridiculously packed. On top of that you can book a guided tour where your backpack gets to your hut by helicopter and a hot meal is waiting for you by the end of the day- naaaw, that’s not how hiking is supposed to be! But you know, get your own idea about it. We hiked famous Routeburn Track as a dayhike, didn’t pay a ducking fortune for accommodation and were wonderfully flexible regarding the weather. And it was amazing! But more about that later 🙂

Our first West coast highlight was in the middle of nowhere- literally! We went up north from quite big Westport along a windy and empty road until we eventually made it to Karamea- a tiny Hippie village in the middle of nowhere. From there we kept going into the Wild towards the Opararara Basin (thanks Lonely Planet!), struggling on a terrible unpaved, bumpy, narrow and windy road for the last bloody 14 km! I was almost certain I’d crash my lovely Hippie car or at least get him stuck- but thanks to Bob Marley and his three little birds I eventually made it!! 😀 We were here to see the sandstone arches, sounds a bit odd, but I’m absolutely telling the truth! I felt like in „The land before time“, just waiting for a friendly dinosaur to stick its head around the corner. A walk led us through lush rainforest and out of the blue this huge huge arch appeared in front of us, behind it a stony wall that looked like an entrance into a different world and ended up being a 200m long cave.

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Way cool!! The pictures don’t even start to do it justice.. And the second, smaller Moria Arch was pretty cool as well. Eeek, adventure day!! 🙂

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At night we camped directly by the wild ocean. Pancakes for dinner, spectacular sunset just outside the door and a beautiful rainbow the next morning- what else could you possibly need in life?! 🙂

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We kept on going along the Westcoast- southbound now and it didn’t take long until we found another landscape miracle! To go with the theme of the day we’ve had leftover pancakes for breakfast, now we were in Punakaiki, visiting the pancake rocks! Weather, salt and time turned the gigantic rocks in the ocean into racks of pancakes, it looks amazing!!

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On top of that high tide pushes the water into rock caves and it shoots out through blowholes- way awesome!!! 🙂

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To top up that New Zealand experience a group of school kids on a field trip spontaneously performed a Haka! 😀

We spent half a day in Hokitika, which calls itself a „little cool town“ and drove out to the Hokitika Gorge, which has unreal blue water, fed by a glacier.

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That makes the water is crazy cold, ask Benny, he experienced it himself 😀 . 

We did our first bigger hike in the Franz Josef glacier area, away from the same old touristy tracks, up the “ Robert Point Track“.

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A sign at the start let you know that it was a challenging and somewhat dangerous hike where a couple of tourists had died already- whoa, us badass  hikers! 😉 This was the first of many hikes that went over pebbles and rocks, roots and boulders, every once in a while you had to take a guess where the path was- oh the fun!! It was a bit exhausting but not even near being dangerous- no it was fun to be challenged and to already feel the sore muscles for the next day. The glacier view was nice, but not impressive after Alaska 😉

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It was a perfect end to the day to go for a swim in refreshing Lake Mapourika after the hike (the campground next to it was so overcrowded but we were the only ones on the lake shore) and watch the setting sun on the surrounding mountains- so happy to live in these moments 🙂

Since we got into hiking mood we went on our first overnighter the next day (after a short visit to Mirror Lake Matheson)- wahooo, I’m so excited!! Back into the stinky hiking boots, sleeping bag bundled onto the backpack and off we go onto the Copland Track!

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It’s a typical New Zealand tramping track, we hike through rivers, over roots and rocks, along little streams that don’t have much water now but can quickly become dangerous after a night of heavy rain (and this area is called Wetlands for a reason, believe me!).

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It’s a fantastic hike! Two Doc-workers (who we met as well) spent all summer on the track maintaining it- it leads us through rainforest, across green meadows, along a fantastic blue glacier river and over scary hanging bridges. Adventure time!!! 18 km and 5 1/2 hours later we arrive at the ‚Welcome flat hut‘, throw our bags on empty beds and relax the rest of the afternoon in the hot springs just around the corner. Fuck yeah, hot springs!!!

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Since thousands of years hot water has been making its way through the earth surface, forming the most beautiful natural hot pools! I can’t even start to tell you how unbelievably good it feels to soak those hurting legs in the hot water, surrounded by untouched mountain beauty. Life is amazing. The next day is very rainy and we make our way through the rainforest (get it?! Haha!) back to Noah. Put Copland Valley track definitely on your list!! 🙂

We are hitting up touristy areas Queenstown and Wanaka next, having the weather on our side again. After a raiby break day we get hiking again in Wanaka-  up to Robs point, renamed by us afterwards as „The stupid bullying hike“. It’s a naked steep mountains and it just goes up for three hours, nothing exciting going on, just stupidly up and up. And up. And I’m so fucking done with it! The incredible view (and the milkshake by the lake later) definitely make up for it though 🙂

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We spend a few days in Queenstown and then drive out to Glenorchy (the drive alone was worth it), where the Routeburn track starts (well or ends, depending where you start) and we get going early in the morning to get half of it done in pretty much a day. Since we don’t exactly know how long it’ll take us and how exhausted we’ll be by the end of the day we have booked the first campground along the route. It’s nice to get rid off tent, dinner and sleeping bags after the first two hours and hike the rest of the day free and easy! In our dinosaur onesies. Because we are a bit different from the rest of the world 😀

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The weather is more than perfect and the views throughout the hike simply breathtaking as soon as we get out of the woods and behind us are mountains after mountains framing the valley. A beautiful hike, unfortunately too many people, but still highly recommended!

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We get to the highest point, Harris Saddle, which marks our halfway point as well and walk a extra few long and exhausting minutes up to Conical Hill. From up there you can see the blue sky over snow covered mountains and far off even a glimpse of the Tasmanian sea- so so amazing!! 🙂

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Even though we could have made it back to Noah the same day we are quite happy when we get to our campground after 8 hours of hiking and don’t have to move for the rest of the day 😉

Back in Queenstown we totally deserve this sexy Southern Swine Burger from Ferg (oh.my.God!!!), then get going towards Te Anau and Milford Sound- we have a bit of Milford Sound typical stint weather. The first day we don’t see sh*t from the supposed to be extra beautiful area and it’s just missing rain. It clears up a bit on Day 2 and we get to do two shorter hikes (Lake Marian and Key Summit), Day 3 starts up incredibly foggy again but since it’s our last day we drive to Milford Sound anyways. And by the time we get there it’s clear and gorgeous blue sky, Mitre Peak majestically watching over the sound.

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It looks amazing but we don’t spend a lot of there because there’s nothing else to do but go on a cruise- nope, thanks. Gertrude Valley has captured our attention to- oh what a surprise- get hiking! Another sign warns us that this is a serious hike and only experienced and fit trampers should get on it (yeah us!), a few weeks after we were there a german hikergirl died in that area. This is, hands down, my favorite hike! Challenging and exhausting. It goes up over small pebbles, big rocks, huge boulders and at some point just up the naked stone wall. There are no actual signs as in where to go but fortunately great former hikers have left stone formations to mark the best path.When we finally get up to Gertrudes saddle the amazing view almost has me crying. Honestly. The vastness, this unbelievable vast of this country.. I can’t put it into words and the pictures just don’t show how unbelievably beautiful it is. As I sit on a rock, my bare feet dangling over the gaping chasm (I don’t know how many meters off the ground) and I look into the valley framed by mountains after mountains, a river flowing through it towards the Sound and then the ocean, I realize I must be the luckiest and happiest person alive. To be able to live life the way I do, to get to travel the world, to get to meet all these amazing people, see all these amazing places, to have all these amazing moments and eventually memories, to be free, to feel with every breath I take that I actually live instead of just exist. New Zealand, you fucking beauty!!!

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We are already on our way back when we get to Mount Cook again-  pretty much where our trip had started a few weeks back! We still have the hike to Muellers hut on our To-do-list and even though we had originally planned to do it as an overnighter we decide against it (the hut is a bit ridiculously expensive). Luckily!! Instead of taking 4 hours to get to the top (this is what the sign and doc-lady had told us) we do it in 2 1/2 And are very happy we didn’t book the hut! We had to go up stupid 2000 stairs and the higher we got, the better weather we had, ending up with blue sky at Herr Mueller’s hut 🙂

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To have a 360○ view we climbed up the rest of the rocky mountain and had a gorgeous view on sexy Mount Cook and its surrounding mountains, whatever was left of the glaciers and Lake Pukaki. Gorgeous 🙂

Because true happiness can only be found on a horses back (can I use it like that in english? 😀 ) I got Benny on a horse for the very first time in his life (at some point I heard him yelling „Josiiiie!!! My horse is broken!!“ When his gentle horse stood head first in a prickly bush and wouldn’t move 😀 ) and we went for a beautiful trailride in the sunny Mount Cook area.

We did go on a very last hike (afterwards we really were just so done with it, our feet were still hurting from the hike we did before) in Arthur’s Pass National park, up Scott’s Track (Benny was swearing behind me „I hate hiking. I fucking hate hiking!!!“ 😀 ) with beautiful mountainviews of course and a last day of great weather before it was raining cats and dogs the next day. And a gorgeous sunset on our free campground while sitting in the grass, cooking dinner!

And then they were over already, our seven roadtripweeks on the South Island, way too fast of course and there is so much more I want to see and do! I fell head over heels in love with this country and I know already that leaving will be hard. I love everything. The space, the wild, the freedom, all the amazing people I’ve met so far, my Hippielife..

By now I’ve even left my home in Little River and just started a new adventure in snowy Queenstown, but more about that later 🙂

I’ll be back soon with another story about my favorite South Island Cafe’s and bakeries! Until then, my lovely friends, don’t worry about a thing! Cheers 🙂

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