Christchurchs Couchsurf Community

Scroll down for English version, my friends!

Ein Hoch, ein Hoch, ein dreifach Hoch auf Christchurchs couchsurf Community! Ich hatte bisher ja noch so gar keine Erfahrungen mit couchsurfing und wenn ich daheim erzählt habe, dass ich couchsurfen will war die Skepsis meist auch groß (Mutti natürlich allen voran!! ‚Kind, überleg dir das doch nochmal gut. Ich hab da kein gutes Gefühl bei!‘). Es wird an der Natur der Deutschen liegen, immer alle so ein bisschen für sich, alles Fremde wird erstmal mit Argwohn betrachtet, nur alle einen Meter Sicherheitsabstand einhalten lassen. Mindestens!! Das ist nicht schlimm, ich war auch lange so und hab das auch immer noch in mir (als mich letzte Woche in Paris der Franzose gleich wieder links und rechts mit Küsschen bedecken wollte bin ich auch erstmal zurückgewichen. Wir stehen halt nicht so auf Nähe), aber wenn man reist, vor allem wenn man allein reist, muss man das nach und nach ablegen. Und merkt wie schön es ist auf fremde Menschen zuzugehen und dabei ganz tolle Menschen kennenzulernen. Aber ich komm vom Thema ab.. Wahrscheinlich ist couchsurfing in Deutschland noch nicht so groß, weil wir uns nicht vorstellen können Fremde in unserer Wohnung zu haben und uns deswegen auch die Vorstellung schwerfällt, dass uns jemand einfach so aufnimmt, ohne schlechte Hintergedanken, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Die Kiwis sind allgemein ein sehr offenes Völkchen, die andere Kulturen gern in ihrem wunderschönen Land haben. Und vor allem die Christchurcher sind zu einem näher zusammengerückt nach dem Unglück 2011 und haben andererseits Platz gemacht, um jeden herzlich aufzunehmen, der in ihre zerstörte Stadt kommt. Viele Christchurcher sind seit dem Februar 2011 couchsurfing hosts, weil so viele Häuser, Wohnungen, Hotels und Hostel zerstört wurden, dass sie zuerst Einheimische vorübergehend aufgenommen haben und jetzt Backpacker und Wiederaufbauarbeiter bei sich wohnen lassen. So auch Chris und Glen, meine hosts über die letzten vier Tage. Sie haben mich, wie schon gesagt, aufs herzlichste Willkommen geheißen und Robert (ihr kennt Robert nicht?! Mein schwules Regenbogeneinhorn, der mich seit Florida auf all meinen Reisen begleitet. Keine Angst, ihr werdet noch viel von ihm hören! ) und ich hatten ein wunderschönes Zimmer für uns selbst und schon vor meiner Ankunft wurde ich darüber informiert, dass es um sieben Dinner gibt. Was für ein Leben!! So saßen wir jeden Abend gemeinsam beim Dinner, haben uns über unseren Tag ausgetauscht und danach zusammen ein Rugbyspiel geschaut. Vorgestern sind noch zwei Italiener dazugekommen, die sich das zweite Gästezimmer teilen und heut morgen hat Chris Pancakes für alle gemacht. Weil sie einfach gern gibt. Und die Geschichten der Reisenden hört. Ich find das toll und meine wir sollten unsere Türen in Deutschland auch ein bisschen weiter öffnen.

Mich hatten auch einige hosts angeschrieben, die gerade keine Couch frei hatten aber angeboten haben mich ein bisschen mit Christchurch bekannt zu machen (man kann das arme kleine deutsche Mädel ja nicht allein im Regen stehen lassen). So auch Adam, mit dem ich mich gestern getroffen hab. Er ist ein großer gemütlicher Bär mit kurzen Haaren und Brille (verdammt. Ich hatte insgeheim auf einen sexy Koch gehofft. Mit Tattoos. Oder Bart wenigstens. Aber offensichtlich sind wir hier doch nicht bei ‚Wünsch dir was‘..) und wohnt wieder bei Mutti während sein Erdbebenhaus repariert wird. Wir waren auf dem wöchentlichen Farmers Market und er hat sich night von mir  verschrecken lassen. Weder von meinem Gefühlsausbruch als ich Canelé auf dem Markt entdeckt hab (Canelé!!! Außerhalb von Frankreich (well und meinem Ofen)!! Und sie sahen perfekt aus, ich wollt fast ein bisschen weinen vor Freude) noch als ich später alle Blätter along the way andatschen musste und ihm erklärt hab ‚Entschuldigung, ich fasse gern Blätter an.‘ Haha, er muss denken alle Deutschen haben eine kleine Meise. My point ist wieder, wildfremde Menschen nehmen sich Zeit um mir ihre Stadt zu zeigen und bieten ihre Hilfe an solange ich hier bin. Kiwis, bisher habt ihr mich sehr angenehm überrascht!

 

Da ich aber die drei Monate, die ich vermutlich hier sein werde, nicht wöchentlich von Couch zu Couch ziehen kann und möchte, musste ich mich früher oder später nach Wohnung, Zimmer oder wenigstens Bett umschauen. Aber auch dafür gibt es ja die Couchsurfer Community! Ich habe einen lieben Eintrag auf der Christchurch couchsurfseite hinterlassen und habe schnell Antwort von Leuten erhalten, die günstig Zimmer vermieten. Like triple rainbow all the way! Außerdem gibt es jeden Mittwoch ein öffentliches couchsurf Treffen, bei dem hosts und Surfer gleichermaßen zusammenkommen zum Geschichten und Reisetipps austauschen. Well, ich bin schon mal gespannt.

 

Und die Moral von der Geschicht: Wenn ihr keine Couch übrig habt, dann probiert das surfen wenigstens mal selbst. Es lohnt sich, versprochen. Und denkt immer dran three little birds and everything is gonna be alright!

 

Cheerio und bis bald, meine Lieben!

 

English version coming right up!

 

Hip hip hooray for Christchurchs couchsurfing community!! I didn’t have any couchsurfing experience at all so far and when I told people back home about it they were pretty darn sceptic (of course mom was the worst!! ‚Darling, would you please think about that again?! I really don’t have a good feeling about all of this!‘ Well, I guess that’s what Moms are for). I guess that is just us being German. Always being a little for ourselves, not too sure about foreign things at first (as in not talking to strangers in a coffee shop for example) , making sure everyone stays an armlength away. At least!!! That is not an absolute bad thing, I was like that myself and still am a lot (when that French dude in Paris last week wanted to kiss both my cheeks right away I jumped away in shock. We are just not into all that touchy shit I guess). But when you are travelling, and especially when you are travelling by yourself, you have to change from that more and more and I discovered that it’s the most beautiful thing to watch strangers turn into friends. Well but back to couchsurfing.. because we can’t really handle the thought of strangers in our home it’s difficult for us to understand why anyone would open their door for us, without any bad intentions, without expecting anything in return. 

 

Kiwis in general are very open minded, welcoming everyone who is visiting their beautiful country. Especially Christchurchers on the one hand moved closer together (after the tragical earthquake 2011) and on the other hand made room for everyone who comes to visit their damaged city. Many of them got into couchsurfing when houses, hotels and hostels were destroyed. They first offered a couch for their neighbors who didn’t have a roof over their head anymore and now for all the builders who help rebuild their city and all the backpackers who help to bring life to their city again. That’s exactly what Glen and Chris, my hosts for the past four days, do. I was welcomed so warm and Robert (just in case I didn’t introduce you yet, Robert is my gay rainbow unicorn who travels with me ever since he came to us in Florida) and I had our very own room. Even before I arrived I was told that dinner would be served at seven. What a travel life!! It’s like paradise!! So we always had dinner together and good talks and watched Rugby. Yesterday two Italians joined in the family as well, occupying the second room they have for couchsurfers. I woke up Sunday morning to the smell of pancakes Chris made for all of us. Just like this. Because she likes to give. And because she loves to listen to all the stories her travellers have to tell. I think it’s  wonderful and we all should open our doors a bit wider.

 I had a few messages from other couchsurf hosts as well that didn’t have a free couch but offered to show me around Christchurch, help me get settled, stuff like that. I met Adam on Saturday (before any of you funny people ask, and I definitely know a few who will, no, unfortunately he  wasn’t a  hot tattooed Chef, but I’m not giving up hope yet) and we went to the local farmers market and not any of my weirdness scared him away (which is surprising actually..). Not the emotional freak out when I found Canelé at the market (Canelé!! Outside of France (well and my own oven I suppose)!! And they looked (and tasted) amazing. I have to admit it almost made me cry because I was so happy) and not when I couldn’t stop touching all the very interesting leaves down by the ocean, explaining him that  I just really liked touching leaves. Haha. He must think Germans are the weirdest people in the world 😀 Anyways though, my  point is, strangers spend their days off showing me around the city , offering help. Kiwis, we are having a very good start!

Since I neither can’t nor want to couchsurf for the three months I will probably be here I had to start looking for a flat/room/bed. But the couchsurfing community is always with me! I posted a nice post on the Christchurch page and got a few replies right away, offering me a room for rent. Like triple rainbow all the way!! Plus there’s a weekly couchsurf meeting every Wednesday, where travellers and hosts meet over a few beers. I’ll let you know how that one goes 🙂

In the end there is only one thing left to say: if you don’t have a spare couch to share, surf yourself. I promise it’ll be worth it. And always remember: three little birds and everything’s gonna be alright 🙂

Cheerio my lovely friends!

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